Ein Gedicht: Der Sturm

Am Himmel peitscht des Sturmes Heer,
walzt unten alles platt und leer.
Und alles, was nicht fest sich hält,
nur hilflos durch die Lüfte schnellt.

Hoch droben auf der Wolken Rücken
reißen Sturmesreiter viele Lücken,
durch die sich Wasser bald ergießt
und auf die Erde niederschießt.

Die wilde Horde Windeskrieger
pflügt und mähet alles nieder,
zieht durch Löcher in der Erden,
will nur schnell und schneller werden.

So treibt der Sturm nun wild voran
und niemand, der dem trotzen kann.
Doch kommt die Stund‘, wo auch der Sturm
mal schwächer wird wie’n kleiner Wurm.

Dann ist es Zeit für Sturmes Knappen,
die müden Winde sich zu schnappen
und in Gefilde sie zu führen,
wo sie sich baldigst nicht mehr rühren.

In Schlafes Armen liegen sie dann
und leise zieht die Zeit voran.
Und achtsam wird nun sie allein
die Ruhe vorm nächsten Sturme sein.

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