Category Archives: Fantasysches (allg.)

Nebelfratzen

Der Nebel legt sich kalt und dicht
auf der Gräber Totenlicht.

Mit aller Kraft die Flammen strahlen
und auf den Nebel Fratzen malen,

die schauerlich das Weite suchen
und grinsend, greinend, klagend fluchen.

Sie eilen übers Grabesfeld,
doch niemand sich entgegenstellt.

Und bald da kommen Langeweilen,
drum heim sie in die Gräber eilen.

Dort harren sie nun aus und warten,
bis sie ’nen neuen Ausflug starten.

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Liebes Fantasy-Universum

Liebes Fantasy-Universum!

Ich danke dir, dass es dich gibt. Ich kann jederzeit zu dir kommen, wenn das Leben mich ärgert.

Bei dir kann ich die feudalistischen Heerscharen kopfüber in einen riesigen Misthaufen stecken.

Bei dir kann ich auf der Mauer meines kleinen Königreichs sitzen und Beine baumelnd zusehen, wie sich mein Reich zu einer riesigen Orgie versammelt.

Bei dir kann ich eine „Q“ sein, die irgendwo erscheint, um Leute zu ärgern, denen ich’s schon immer mal zeigen wollte.

Bei dir kann ich auf Streifzug gehen durch warme Gefilde, während es in meiner realen Welt dafür etwas zu unterkühlt ist.

Bei dir kann ich einfach im Nichts schweben.

Bei dir kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen, wie ich es möchte.

Bei dir kann ich ich sein, ohne mich verbiegen zu müssen, kann ohne Maske sein und ohne Sicherheitsgurt.

Du bist mein Urlaubsland, in das ich kostenfrei reisen kann, jederzeit, auch wenn es nur für ein paar Minuten ist. Irgendwann werde ich für immer bleiben. Sowie ich weiß, wie es geht.

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4-Zeiler – Klingonen-Tribble

Für @MissDeWorde

Der Tribble am Klingonen gurrt,
der hastig dann am Gürtel zurrt.
Der Klang den Klingon‘ ziemlich stört,
der Tribble dann geknebelt wird.

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4-Zeiler: Der depressive Gummibär

Karl-Heinz, der depressive Gummibär,
hat seit Tagen keine Freunde mehr.
Die Tüte wurd‘ fast leergefressen,
nur er wird einfach nicht gegessen.

(Vorgabe und Inspiration von @Bundeskasper)

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12-Zeiler: Eines Helden Tod

Allein stand der Mann gegen die dunklen Horden,
denen die Halblinge fast zum Opfer geworden.
War durch die finstere Macht des Bösen
zu abscheulicher Handlung getrieben gewesen.

Der Übermacht ausgeliefert stieß er ins Horn,
die Gefährten eilten herbei in Sorge und Zorn.
Sie konnten obsiegen in dieser Schlacht,
doch wurde dem Manne der Garaus gemacht.

Von Pfeilen durchbohrt lehnte er an ’nem Baume,
das Leben entwich, Visionen im Todestraume.
Das Herz stand nun still, würd nie wieder schlagen,
doch sein Andenken wurde in die Welt getragen.

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12-Zeiler: Der Zauberer und sein Schwur

Der Zauberer im schwarzen Gewande
muss erfüllen alte Schwuresbande.
Er eilt durch des alten Schlosses Gänge
und steigt empor zu der Glocken Gehänge.

Er muss tun, was er hat schwören müssen,
und zieht den Zauberstab mit traurigem Wissen;
seine Pflicht, den alten Mann zu Tode bringen,
weil sonst das Böse wird Triumph erringen.

Zu Tode getroffen fällt er in die Tiefe,
dem Zaubrer ist, als wenn er andere ihn riefe.
Worte des Zuspruchs und der Dankbarkeit,
er tat das Richtige zur rechten Zeit.

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4-Zeiler – Der Traumwicht

Düst’rer Wald im Mondenlicht,
es streift umher ein finst’rer Wicht.
Er wird dich finden, glaubst es kaum,
sucht dich bald heim in deinem Traum.

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